Startschuss für das Trinationale Doktorandenkolleg

Die Universität Koblenz-Landau kooperiert in der Doktorandenausbildungmit den Hochschulen der trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO). Nunist das trinationale Oberrhein-Doktorandenkolleg „Kommunikation inmehrsprachigem und multikulturellem Kontext“ feierlich an der Universitéde Strasbourg eröffnet worden. Vertreter aller vier beteiligten Hochschulenpräsentierten das vierjährige Vorhaben der Öffentlichkeit.

Mit dem Doppeldoktorat sollen die Einstellungschancen auf Dozenten- und Professorenstellen in den beteiligten Ländern Deutschland, Frankreich und der Schweiz erhöht werden, so das Ziel des Kollegs. Bis zu zwölf Doktoranden bietet die Einrichtung die Möglichkeit, ihre Dissertation in grenzüberschreitendem Kontext zu realisieren. Seit der Genehmigung des deutsch-französischen Doktorandenkollegs bis heute haben die Koordinatoren am Aufbau der Strukturen und der Kommunikationsmedien sowie am Planen der Veranstaltungen für 2017 gearbeitet. „Die Regelungen der Zulassung zu einem Promotionsstudium sind in der Schweiz, Frankreich und Deutschland sehr unterschiedlich“, erklärt Dr. habil. Jacqueline Breugnot vom Institut für fremdsprachliche Philologien am Campus Landau und eine der betreuenden Dozentinnen am Doktorandenkolleg. „Da gibt es zu Beginn einige formale Hürden zu überwinden“.

 

Das Angebot des Doktorandenkollegs wird gut angenommen: Aktuell haben schon sechs Promotionsstudierende ihre Dissertationsvorhaben begonnen, davon zwei vom Campus Landau zu den Themen kognitive Prozesse in der Ausbildung von Übersetzern und Dolmetschern sowie mehrsprachige Risikokommunikation. Aus Landau liegen vier weitere Bewerbungen vor. „Das Interesse ist groß“, freut sich Jacqueline Breugnot. Denn die Vorteile dieses Doppeldoktorats liegen mit erhöhten Berufschancen klar auf der Hand. Dazu kommt der fächerübergreifende Brückenschlag zwischen Sprachwissenschaften, Didaktik und Kommunikationsanthropologie. „Das ermöglicht den Nachwuchswissenschaftlern, ihr Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und sich dadurch fachlich breiter aufzustellen“, so Breugnot. Nicht zu unterschätzen sei die Möglichkeit, in gleich drei Ländern ein berufliches Netzwerk zu knüpfen. „Durch den Zugang zu verschiedenen Wissenskulturen sammeln die Doktoranden Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit, was in der heutigen Forschungswelt unerlässlich ist“, unterstreicht Breugnot. Die Doktoranden erfahren eine Doppelbetreuung in zwei der beteiligten Länder. Dadurch wird ihnen die Möglichkeit eröffnet, einen Teil ihres Graduiertenstudiums an unterschiedlichen Standorten durchzuführen.

 

Das deutsch-französische Doktorandenkolleg wird bis 2020 von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) jährlich mit 20.000 Euro gefördert. Beteiligt am Kolleg sind die Universität Koblenz-Landau, die Université de Strasbourg, die Pädagogische Hochschule Karlsruhe und die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz. Weitere Informationen gibt es unter www.collegedoctoral-rhinsup.eu.